Projekte Magerstandorte und Wiesen

Kalkmagerrasen und nährstoffärmere Wiesen zählen heute zu den seltenen und daher besonders schützenswerten Standorten. Im Süden von München konnten sich diese Lebensräume oft entlang von Eisenbahnlinien, Forstwegen oder in ehemaligen Kiesgruben entwickeln. 

Werden Wiesen viele Jahre nicht mehr gemäht, entstehen durch die umfallenden Gräser und Pflanzen im Laufe der Zeit dichte Altgrasdecken. Sie beschatten die Fläche und führen zu einer Änderung des Kleinklimas. Um die Artenvielfalt zu erhöhen und auch lichtliebenden Pflanzen wieder das Auskeimen zu ermöglichen, müssen diese Standorte in regelmäßigen Abständen gepflegt werden. Die Mahd mit der Entfernung des Mähgutes wird im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes von Landwirten durchgeführt. 

 



Buschnelke (Dianthus seguieri); Foto G. Schneider
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Oberhaching
Die Raupe des Schwalbenschwanzes (Papilio machaon), einer Tagfalterart, lebt in den blumenreichen Magerwiesen.




Oberhaching, verbuschter Feuerschutzstreifen.

Kalkmagerrasen zählen zu den
artenreichsten und wertvollsten Biotopen. Entlang
von Bahnstrecken konnte sich dieser Biotoptyp
gut entwickeln. Um die Waldbrandgefahr durch
den Funkenflug von Dampflokomotiven zu
verringern, wurden hier Streifen zwischen 15
und 25 m Breite gehölzfrei gehalten. Nach der Elektrifizierung der Strecken wurde die Pflege
auf diesen Streifen größtenteils aufgegeben.
Dichte Altgrasdecken und aufkommender Gehölzbewuchs verdrängte die Magerrasen- vegetation. Der Pflegeverband nimmt seit 2001
in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn die
Pflege wieder auf. Nach Entbuschungsarbeiten
werden die Flächen wieder regelmäßig gemäht.

Oberhaching, Blühende Magerwiese entlang der Bahnstrecke Holzkirchen – München (2002).
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Diese gemeindeeigene Fläche im Osten von 
Putzbrunn lag bis zum Jahre 2000 brach und wird seitdem vom 
Landschaftspflegeverband wieder regelmäßig gemäht. 
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